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/// Studieren am Institut für Konservierung und Restaurierung

Institutsleitung: o. Univ.-Prof. Mag. art. Dr. phil. Gabriela Krist

Die Studienrichtung Konservierung und Restaurierung bietet vier Spezialisierungsrichtungen an:
Gemälde, Objekt, Stein und Textil. Eine zusätzliche fachübergreifende Schwerpunktsetzung ist auf
dem Gebiet moderner und zeitgenössischer Kunst wie auch im Bereich der Bodenfundkonservierung
möglich. Die Wahl des Fachbereiches sollte vor Beginn des Studiums erfolgen.

Der Studienplan sieht ein zehnsemestriges Diplomstudium vor, das in zwei Abschnitte gegliedert ist.
Der erste Abschnitt umfasst zwei Semester und versteht sich als Einführung in die allgemeine Konservierungs- und Restaurierungspraxis, wobei die StudentInnen in allen Fachbereichen unterwiesen werden. Vom Beginn des Studiums an arbeiten die Studierenden dabei in den Werkstätten an originalen Objekten (Zentrales Künstlerisches Fach – ZKF – konservatorisch-restauratorische Praxis) und werden mit verschiedenen Konservierungs- und Restaurierungsaufgaben konfrontiert. Die Gesamtheit der oftmals komplizierten Fragestellungen, die jede Restaurierung mit sich bringt, kann so methodisch vermittelt werden. In den theoretischen Lehrveranstaltungen des ersten Abschnitts werden fachbereichs-übergreifend naturwissenschaftliche, materialkundliche und kunstgeschichtliche Grundkenntnisse vermittelt.

Der zweite Studienabschnitt (im gewählten Fachbereich) versteht sich als Vertiefung der konservierungs-, material- und geisteswissenschaftlichen Kenntnisse in Theorie und Praxis. Inhalte zur vorbeugenden Konservierung sowie die Beschäftigung mit (historischen) Herstellungs- und Bearbeitungstechniken (Fassmalerei und Vergoldung, Maltechnik, Metall- und Steinbearbeitung u.a.) ergänzen das Studien-programm. Neben praktischen Arbeiten setzen sich die StudentInnen auch mit aktuellen Methoden der präventiven Konservierung auseinander. Die Beschäftigung mit zeitgemäßen Methoden der Konservie-rung sowie der fachgerechte Einsatz von Konservierungsmaterialien und deren kritische Bewertung sind wichtige Themen von Seminaren und Lehrveranstaltungen. StudentInnen können im zweiten Studien-abschnitt zudem ein Austausch- oder Praxissemester in einer in- oder ausländischen Institution absolvieren. Ebenso werden die StudentInnen in nationale und internationale Forschungs- und Restaurierprojekte miteinbezogen.

Das fünfte und letzte Jahr ist der Diplomarbeit gewidmet, wobei die Studierenden möglichst selbständig ein komplexes konservatorisch-restauratorisches Problem in seiner Gesamtheit zu lösen haben. Die Diplomarbeit umfasst eine umfangreiche praktische Arbeit, kunsthistorische und naturwissenschaftliche Untersuchungen und beinhaltet meist die Bearbeitung eines relevanten konservierungswissenschaft-lichen Forschungsprojektes, das idealerweise mit der praktischen Arbeit abgestimmt ist.

Die Ausgewogenheit von Theorie und Praxis stellt einen wichtigen Aspekt des Studiums dar. Neben
der kontinuierlichen Schulung in konservatorisch-restauratorischen Methoden werden aktuelle Tendenzen der Konservierungswissenschaften aufgegriffen und vermittelt. Schwerpunkte bilden
die präventive Konservierung und Sammlungspflege. Das Training von Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten soll auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Durch den Praxisschwerpunkt wird gewährleistet, dass die AbsolventInnen bereits während der Ausbildung möglichst breite Erfahrungen bei der Durchführung von konservatorisch/restauratorischen Interventionen sammeln. Durch die enge Kooperation mit namhaften in- und ausländischen Institutionen arbeiten die Studierenden von Beginn an an Originalen. Diese Tradition zeichnet die österreichische Restauratorenausbildung im internationalen Vergleich aus.

 

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