/// DISSERTATIONEN

 

2016 /// Univ.-Ass. Mag.art. Dr.phil. Eva Putzgruber (verh. Lenhart)

Die vor der Lampe gearbeitete Glassammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol.
Untersuchungen zur Geschichte der Sammlung und zur Entwicklung der Lampenarbeit im 16. Jahrhundert.

The lampworked glass collection of archduke Ferdinand II. of Tyrol.
Research on collection history and the development of lampworking technique in the 16th century.

Betreuerin:
Univ.Prof.Dr. Gabriela Krist

Glasschmuck und Glasobjekte der vor der Lampe gearbeitete Glassammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol
zählen zu den bedeutendsten Werken der venezianischen Glaskunst der Renaissance. Die vorliegende Dissertation
beschäftigt sich mit der Geschichte der Sammlung und der Entwicklung der Lampenarbeit gegen Ende des 16.
Jahrhunderts. Zunächst werden die Gestaltung der Sammlung und ihre Vorbilder untersucht, bevor die Funktion
von Glasschmuck und Glasobjekten geklärt wird. Eine Aufarbeitung von Material und Technik erfolgt durch die
Untersuchung der Glaszusammensetzungen und der Glasverarbeitungstechniken. Schließlich folgt eine Auseinandersetzung
mit den Glaszentren Innsbruck und Venedig sowie mit vergleichbaren Glaskunstwerken aus anderen Sammlungen.
Danach werden Datierung und Provenienz von Glasschmuck und Glasobjekten diskutiert. Abschließend wird die
Glassammlung in der Entwicklung und Geschichte der Lampenarbeit in Europa positioniert.

Glass jewelry and glass objects of the lampworked glass collection of Archduke Ferdinand II of Tyrol are among the
finest pieces of Renaissance Venetian glass art. This dissertation deals with the collection history and the development
of lampworking technique at the end of the 16th century. Initially the formation of the glass collection is examined, before
the function of the glass jewelry and the glass objects is analyzed. Research into materials and techniques is undertaken
with the examination of glass compositions and glass working techniques. Following comparisons of the glass-making
centers Venice and Innsbruck as well as comparable items in other collections, dating and provenance of glass jewelry
and glass objects are discussed. Finally the glass collection is positioned in the development and history of lampworking
in Europe.

 

2015 /// VL Dipl.-Ing. Dr.rer.nat. Tatjana Bayerova

An investigation into the technology of wall paintings at the Nako monastery, North India

BetreuerInnen:
ao.Univ.-Prof.Dr. Johannes Weber
o.Univ.-Prof.Mag. Dr. Gabriela Krist

The primary goal of the dissertation was to undertake a comprehensive research on materials and techniques
of wall paintings in four earthen 11th/12th century Buddhist temples at Nako, Western Himalayas, North India.
The study is based on extensive fieldwork and a subsequent integrated analytical approach including a wide
range of various scientific examinations aimed at characterising the murals’ constitution, condition and painting
techniques. The results has proved that the painting technology reached its peak in the 12th century original
murals, which match the practice as well as technical and aesthetical aspects of paintings´ making procedure
described in the old Indian painting treatises citrasūtras. Since then the technology declined in both the murals
elaboration and the materials used.


2015 /// Mag.art. Dr.phil. Claudia Bachlechner

Malerei auf ungrundierter Leinwand – Die Tiroler Fastentücher – Bestandsaufnahme und Sammlungspflegekonzept

BetreuerInnen:
Univ.Prof.Dr. Gabriela Krist
ao. Univ. Prof. Dr. Lukas Madersbacher

 

2012 /// Mag.art. Dr.phil. Natalia Gustavson 

Transfer von Kunst unter Napoleon – Betrachtungen zur österreichisch-französischen
Restauriergeschichte im 19. Jahrhundert anhand der Gemäldesammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien

BetreuerInnen:
Univ.Prof.Dr. Gabriela Krist
HR Doz. Dr. Mag. Manfred Koller

Die Dissertation befasst sich mit der Restauriergeschichte von Gemälden aus der heutigen Sammlung des
Kunsthistorischen Museums in Wien, die 1809 in Schloss Belvedere beschlagnahmt und anschließend nach
Paris transportiert wurden. Der Großteil dieser Werke wurde 1815 restituiert. Anhand von Aktenmaterial
in Wien und Paris sowie der Untersuchung ausgewählter Gemälde sollte deren bis dato unklare Restaurierg
eschichte für das 19. Jahrhundert rekonstruiert werden. Ein Vergleich der Restauriermethoden in beiden
Ländern wurde angestrebt, um mögliche Auswirkungen des Kunstraubes auf die Wiener Restaurierpraxis
diskutieren zu können. Besonderes Augenmerk wurde außerdem auf dieModalitäten der Gemäldetransporte
gelegt. Die Ergebnisse wurden in einer digitalen Datenbank erfasst.

The thesis addresses the conservation history of paintings today belonging to the collection of the
Kunsthistorisches Museum in Vienna, which were confiscated from the Belvedere palace in 1809 and
subsequently brought to Paris. The artworks were largely returned to Austria in 1815. Their conservation
history for the 19th century was retraced through archival research in Vienna and Paris as well as the
examination of selected paintings. A comparison of conservation methods in both countries was aimed
at discussing possible implications of the art theft on Viennese conservation practices. Particular attention was
placed on the modalities of art transportation during that time. The results were entered in a digital database.

 

2011 /// Mag.art. Dr.phil. Maria Gruber

Gegenwart / Materialität / Kultur / Erhaltung
Material: Lehm
Ort: Nako Village, Westhimalaya

BetreuerInnen:
Univ.-Prof. Dr. Gabriela Krist
a. Univ.-Prof. Dr. Johannes Weber

Die Dissertation behandelt die Lehmbautradition von Nako Village im Westhimalaya unter den Aspekten
Gegenwartskultur und Materielle Kultur. Grundsätzliche Frage bedeutet, ob das Material Lehm, das durch
Modernisierung und Fortschritt des abgeschiedenen Hochgebirgsortes an Relevanz im vernakularen Bauen
verliert, als einer der authentischen Kultur-Träger tradiert werden wird.
Die Gegenwart des Ortes ist durch verstärkte Bautätigkeiten mit modernen Baustoffen geprägt, Zeichen kultu-
reller Umbrüche und Ausdruck des fortschreitenden Aufbruchs. Was bedeutet in dem Zusammenhang Erhaltung
und Tradition? Was ist das Besondere, das lokal Authentische, das Erbe von Nako? Was für einen Stellenwert
hat dabei das Material Lehm? Ist es Kultur-Träger? Wird das Lehmbauerbe durch die Dorfgemeinde erhalten und
weiterentwickelt, tradiert werden können? Wie sinnvoll ist dieser – westlich geprägte Wunsch – einer Erhaltung?
Und, kann, aus dem kritischen Feld der Postcolonial Studies lernend, eine Musealisierung von Tradition und dem
Traditionellen vermieden werden?
Den historischen Ausgangspunkt der Diskussion stellt Lehm als Bild- und Fassungsträger der künstlerischen
Innenausstattungen in der tibetisch-buddhistischen Tempelanlage aus dem 11./12. Jahrhundert u.Z. im Dorf dar.
Die signifikanten Innenausstattungen waren im Hinblick auf die notwendige Konservierung und Erhaltung von
2007 bis 2011 Forschungsgegenstand des FWF-Projekts „Scientific Study of the Artwork at Nako, India“; In diesem
Rahmen entstand auch die Dissertation. Untersuchungen zur Schadenssituation und Materialtechnologie der Lehm-
baustoffe der Tempelbauten, sowie der örtlichen Baulehme und bis heute tradierten Lehmbautechniken bildeten die
analytische Grundlage für den Versuch, die aktuellen Fragestellungen präzise und fundiert im Hinblick auf Materielle
Kultur und Gegenwartskultur zu erörtern.
Lehm und Nako stehen beispielhaft für ein „Learning from Things“. Dieser Forschungsansatz des Lernens von
Gegenständen und deren Bedeutungen birgt Zukunftspotential für das Verständnis von Tradition: als Fortbestehen
von Diversitäten und der Veränderungen unterworfene Erhaltung des Authentischen.

 

2010 /// Mag.art. Dr.phil. Elisabeth Krack (geb. Hösl)

Objektrestaurierung an der Universität für angewandte Kunst Wien –
Entwicklungsgeschichte einer traditionsreichen Fachrichtung

BetreuerInnen:
Univ.Prof.Dr. Gabriela Krist
ao. Univ.Prof.Dr. Patrick Werkner

Die Auswertung des im Jahr 2010 bestehenden Ausbildungs- und Studienangebots der Konservierung und
Restaurierung von kunsthandwerklichen Objekten und Metall im deutschsprachigen Raum zeigt, dass es an
Kontinuität und Selbstverständnis mangelt. Grund ist, dass es sich bei der Konservierungswissenschaft um
eine vergleichsweise junge Disziplin handelt und zahlreiche Hochschulen erst seit den 1990er Jahren ein
akademisches Studium in diesem Bereich anbieten. Eine Ausnahme bildet die einmalig lange Tradition der
Restaurierung von kunsthandwerklichen Objekten an der Universität für angewandte Kunst Wien. Beginnende
konservatorische und denkmalpflegerische Forschung und Restaurierungen gab es dort bereits seit Ende des
19. Jahrhunderts. Bei anderen Institutionen mit ähnlich langer Geschichte standen dagegen die Gemälderestau-
rierung und Maltechnikforschung im Fokus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Otto Nedbal ein im Metall-
handwerk erfahrener Restaurator an die Hochschule berufen, der 1964 die Meisterklasse für Metallrestaurierung
ins Leben rief. Aus dieser entwickelte sich innerhalb von knapp 40 Jahren das heutige Institut für Konservierung
und Restaurierung.

 

2005 /// Mag.art. Dr.phil. Martina Griesser-Stermscheg

Metall und Licht im volksnahen Sezessionismus. Die Ausstattung der Donaufelder Kirche
zum Hl. Leopold in Wien-Floridsdorf (1905-14)
(Metal and lights in popular secessionists art.
The metal furnishings of the Donaufelder Church in Floridsdorf-Vienna.)

BetreuerInnen:
Univ.Prof.Dr. Gabriela Krist
Univ.Prof. Dr. Ernst Bacher
Univ.Doz. Dr. Manfred Koller

Die Kirche zum Hl. Leopold im Floridsdorfer Stadtteil Donaufeld (1905-14) ist stilistisch im Spannungsfeld
zwischen Historismus und Sezessionismus anzusiedeln. Im Zentrum des Interesses vom Bauherren Stift
Klosterneuburg stand die Manifestation kirchlich politischer Ordnung in einer Arbeiter-Gemeinde, die im
Industrieort Floridsdorf explosionsartig wuchs und von verschiedensten Nationalitäten der Kronländer
geprägt war. Die Abhängigkeit zum Standort und zur Zielgruppe bestimmte die Gestaltung. Die Ausstattung
ist vom Zeitgeist der Jahrhundertwende bestimmt, arbeitet mit der Faszination an neuen Technologien und
Materialien. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Buntmetall-Legierungen in der Kunstform der Blech-Skulptur
sowie die Rolle elektrischer Beleuchtung als neuartiges gestalterisches Ausdrucksmittel. Die Dissertation
der Studienrichtung Konservierung-Restaurierung bedient sich einzelner Methoden unterschiedlicher Disziplinen,
ergänzt und kombiniert diese, um zur alternativen Wahrnehmung eines historischen Bestandes einzuladen.
Die Dissertation steht im engen Zusammenhang mit der Restaurierung der Metallausstattung 2002-2004.

 

 

/// LAUFENDE DISSERTATIONEN

 

/// Mag.art. Stella Lattanzi

Ölmalerei auf Karton (Arbeitstitel)

Betreuerin:
o.Univ.-Prof.Mag. Dr. Gabriela Krist

 

/// Mag.art. Martina Peters

Josephinum and the anatomical wax model collection

Betreuerin:
o.Univ.-Prof.Mag. Dr. Gabriela Krist

 

/// Mag.art. Katharina Kohler

Gefasste Denkmale und Kunstwerke aus Holz unter extremen Bedingungen (Arbeitstitel)

Betreuerin:
o.Univ.-Prof.Mag. Dr. Gabriela Krist

 

/// Mag.art. Christoph Tinzl

Die Gozzoburg und Wandmalerei in Krems zwischen 1250 und 1320

Betreuerin:
o.Univ.-Prof.Mag. Dr. Gabriela Krist

 

/// Mag.art. Johanna Wilk

Angewandte Sammlungspflege im Stift Neukloster

BetreuerInnen:
o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gabriela Krist
Univ. Lekt. Priv. Doz. Mag. Dr. Martina Griesser-Stermscheg

 

/// Mag.art. Roberta Renz

Moderne synthetische Farbsysteme im deutschsprachigen Raum.- Produktion, Künstlerrezeption

Betreuerin:
Univ.Prof.Dr. Gabriela Krist